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SocialMediaTool #3 Termine Termine!

Viele Gemeinden überlegen, im Netz aktiv zu werden. Doch womit anfangen? Eine der wichtigsten Grundlagen sind alle aktuellen Termine. Denn die suchen User als erstes. Neben dem Ort, der Zeit und einer allgemeinverständlichen (!) Beschreibung der Veranstaltung ist der Link zu einer Online-Karte sinnvoll. Smartphones können solche Termine dann auch gleich in den eigenen Kalender übernehmen.

Technisch bieten sich mehrere Möglichkeiten an. Die schlechteste sind eigene Tabellen auf der Homepage, die händisch gepflegt werden müssen. Besser sind da schon Datenbanken, die Termine nach deren Ablaufen nicht mehr anzeigen.

Mein Favorit ist Evangelische Termine, die kostenlose Datenbank der Vernetzten Kirche. Über diese Plattform lässt sich die gesamte Terminplanung einer Gemeinde organisieren. Zudem sind alle Schnittstellen vorhanden und Schulungen möglich.

Daneben macht es Sinn, für wichtige Veranstaltungen auch in Facebook Veranstaltungen anzulegen. Hier ist aber leider keine Schnittstelle angeboten.

Gottesdienste streamen – Links und Infos

Folgende Infos habe ich zusammengestellt für eine Anfrage nach “Gottesdienst streamen”

  • Normal oder inszeniert

Es klingt banal: Normale Gottesdienste sind Veranstaltungen, die für anwesende Menschen konzipiert sind. Die „Bildauswahl“ entscheidet jeder und jede Gottesdienstteilnehmerin selbst. Der Ton wird bestimmt durch individuelle Hörfähigkeit und oft durch technische Hilfsmittel wie Lautsprecheranlagen und Induktionsschleifen. Dabei kann das menschliche Ohr mit einem wesentlich größeren dynamischen Bereich arbeiten als Mikrophone.

Medial vermittelte Gottesdienste müssen inszeniert werden (vergleiche auch Fernsehgottesdienste). Bild und Ton müssen ausgewählt und gemischt werden. Nur ein Laptop in der Kirche, das für die gesamte Gottesdienstdauer denselben Bildausschnitt und eine automatische Tonaussteuerung bietet, setzt beim Consumer sehr großes Interesse voraus. Normale User schalten da ab. Sind aber Gottesdienst oder Event faszinierend, reicht auch einfache Technik aus.

  • Live oder Konserve

Der Wunsch, Gottesdienste live zu streamen folgt oft aus dem Wunsch, „mit unserem Gottesdienst mehr Menschen zu erreichen“. Warum das aber live geschehen muss, wird selten begründet. Daher sollte man sich die Frage nach dem zu erreichenden Ziel genau stellen:

Ich will die Reichweite der Gottesdienste erhöhen! Dieses Ziel verlangt nicht unbedingt nach einer Live-Übertragung. Ein mit mehreren Kameras aufgezeichneter Gottesdienst, der sorgfältig nachproduziert wird, kann besser sein als ein Live-Event mit Live-Fehlern. Technisch ist Post-Produktion wesentlich einfacher als der Live-Stream! Zusätzliches Bildmaterial kann z.B. während der Predigt eingeschnitten werden. Längen oder Umbaupausen können geschnitten werden.

Ich will User außerhalb der Kirche beteiligen! Nur wenn ich das will, macht Live-Stream Sinn. Ein Stream ohne Einbindung zusätzlicher Online-Gottesdienst-Teilnehmer ist eine verschenkte Gelegenheit. Der Live-chat zum Gottesdienst oder eine Beteiligung via Twitter kann eine Bereicherung für Gottesdienste sein. Auf der anderen Seite: Ist für eine Beteiligung der User außerhalb der Kirche das Bild zwingend notwendig oder reicht auch ein Audiostream?

Ich will „dabei“ sein! Oft ist der Wunsch, technisch „dabei“ und „trendy“ zu sein Auslöser für Gottesdienst-Streams. Hier bietet sich an, einfache Techniken zu wählen und nach einer Anzahl von durchgeführten Streams genau zu analysieren, was die Aktion gebracht hat.

  • Technik

Übertragungen stellen an Bild und Ton (!) Herausforderungen. Der Start ist möglich mit einem Laptop und Webcam. Bei mehreren Kameras und Bildmischung (Z.B. über VidBlaster) steigt der personelle Aufwand. Zur Verbesserung des Tons (Ton ist bei Video das Wichtigste!) lohnt es sich fast immer, mit Hilfe eines kleinen Mischpults mehrere Mikrofone anzuschließen. Wenn über Twitter und Facebook auch den Rückkanal für die Diskussion aufgemacht haben, brauchte es ein paar Mitarbeiter mehr, um das Online-Geschehen zu beobachten und ggf. Reaktionen in den Event einzubringen.

Verschiedene Anbieter leisten Streaming. Eine schnelle Internetverbindung in der Kirche (!) ist vorausgesetzt, LAN ist dabei weniger störanfällig als WLAN.

Beispiel für Internetanbieter
new.livestream.com/broadcast

Beispiel für Agenturen
www.bildwerk-medien.de

Die einfachste und schnellste Lösung ist ein Google+ Hangout on air. Die Bildqualität ist einfach, die Bedienung aber auch. Das so gestreamte Video steht nach dem Live-Streaming automatisch auf YouTube. Dazu muss der YouTube-Kanal zuvor korrekt mit der Google+-Seite verbunden worden sein. (Anleitung dazu auf der Seite von Google+)

  • Beispiele für gestreamte Gottesdienste

www.livestream.com/jugendkirchehannover
(Nach Angaben der Verantwortlichen Hoher technischer Aufwand bei mäßigem Erfolg)

Podcasts der ICF München: www.icf-muenchen.de (Hochprofessionelle Freikirche)

Sonntäglicher Stream der Dalziel St Andrew’s Parish Church (in der Nähe von Edinburgh)
www.dalzielstandrews.org.uk (Mit bis zu vier Technikern umgesetzt! Alle Gottesdienst auch auf Youtube www.youtube.com/dalzielstandrews)

Die evangelische Pfarrgemeinde Wien Ottakring, streamt immer am ersten Samstag im Monat ihre Andacht live ins Internet. www.online-andacht.at (Technische Umsetzung mit VidBlaster)

  • Alternativen

Twittergottesdienst

Twittergottesdienste sind Gottesdienste aufgeteilt auf einzelne Tweets. Sie ermöglichen die (nahezu) Echtzeitteilnahme und die Beteiligung der User durch Favorisieren, Retweeten und eigene Tweets zum Hashtag der Veranstatung. Vorteil der Twittergottesdienste ist die schon vorhandene Technik und der geringe Aufwand. Nachteil ist die mediale Beschränkung.

Beispiel für Twittergottesdienst: www.citykirche-schweinfurt.de/gemeinschaft-eiligen

Regelmäßige Angebote: #twomplet (Die Twitter-Komplet jeden Tag ab 21 Uhr)

Gottesdienste auf YouTube

Wie oben schon erwähnt sollte die PostProduktion eines Gottesdienstes als Alternative zum Stream bedacht werden. Mehrere Bild- und Audiodateien können mittels Schnittprogramm (z.B. Adobe Premiere Elements) leicht zu einem Gottesdienst verarbeitet werden und upgeloadet werden.

Gottesdienste auf Soundcloud

Auch Nur-Audio-Gottesdienste oder Teile wie Predigt oder Musiken lassen sich online stellen. Die AudioPlattform Soundcloud bietet sich hier an.

  • Danke

Für Tipps aus der Facebook-Gruppe „Kirche und Social Media“ an: Tomas Porwol, Irmi Bl, Heiko Kuschel, Alexander Ebel, Ulrich Seiler, Philipp Mertens, Maria Herrmann und Ralf Simon

SocialMediaTool #1 Audios auf Soundcloud

„Predigt des Wortes Gottes ist Wort Gottes“ sagt Martin Luther. Wieso also nicht mehr Menschen mit einer Predigt oder einem Konzert erreichen als die, die kommen? Was früher mit Kassetten und CDs mühsam war, geht heute schnell und kostenlos. Also: Predigten und andere schöne Klänge aus ihrer Gemeinde ins Netz! Wie?

Als erstes beschaffen Sie sich einen Audiorecorder, zum Beispiel den Zoom H2n, Kostenpunkt rund 145 Euro. Er nimmt im MP3- (genügt für Sprache) und WAV-format auf,  ermöglicht auch gute Aufnahmen der Atmosphäre in einem Gottesdienst oder einem Konzert und kommt im teils Bundle mit wavelab le daher. Natürlich können Sie auch ein Smartphone zum Aufnehmen verwenden. Die Qualität ist hier aber weniger gut.

Dann Aufnehmen: Aufstellen, anschalten, auf „Aufnahme“ drücken und fertig ist die Datei, die Sie mit einer SD-Karte auf jeden Rechner übertragen können.

Als nächstes der Schnitt: Mit dem kostenlosen Programm Audacity (oder mit beim Zoom im Bundle oft enthaltenen wavelab le) importieren Sie die Audio-Datei. Schneiden Sie den Bereich, den Sie ins Netz bringen wollen, mindestens am Anfang und am Ende. Wenn Sie mehr Zeit haben, können Sie auch Huster, Versprecher oder Umbaugerumpel rausschneiden.

Dann auf Soundcloud hochladen. Der Account ist unproblematisch und bis 120 Minuten kostenlos. Vorteil dieser Plattform: die Daten werden verarbeitet und gepuffert wiedergegeben.

Der Link zur Audio-Datei kann dann auf weiteren Plattformen eingebunden werden.

Kosten: ca 145 Euro für Recorder, keine laufenden Kosten (außer bei Soundcloud Pro),
Zeit: 15 Min für Bearbeiten und Upload.
Nutzen: Mit wenig Mehraufwand bis 50 Prozent mehr Zuhörer für einen schon vorbereiteten Content.

SocialMediaTool #0

Mittlerweile gibt es einige Bücher und Blogs, in denen man sich über Social Media schlau machen kann. Das Buch „Social Media in der Gemeinde“ von Ralf-Peter Reimann und Mechthild Werner zum Beispiel oder „The Social Media Gospel“. Oder der Blog von gemeindemenschen mit einer Fülle von guten Ideen und Tipps.

Die SocialMediaTools sollen das ergänzen: praktikable Möglichkeiten der Social Media für Kirchengemeinden. Mit der Zeit entsteht so eine „Toolbox“. Mitdenken, Kommentare und Anregungen sind erwünscht.