Videostream – Technisches

Veranstaltungen im Internet zu streamen ist eigentlich kein Hexenwerk. Technisch anspruchsvoll finde ich es trotzdem. Hier unsere Erfahrungen mit dem Videostream der #elkbsynode.

Bambuser
Nach guten Erfahrungen der EKiR haben wir uns als Streaming-Plattform für Bambuser entschieden. So lässt sich (im Notfall) sowohl über die App also auch über Software streamen. Nachteil: Bambuser arbeitet noch mit Flash. Aber das ändert sich vielleicht mal. Via App ist der Acoount kostenlos. Für Softwarelösung fallen monatliche Kosten an. Um die maximale Statistik und Playereinbindung zu haben, fiel die Wahl auf den Tarif „Standart“. „Baisc würde sicher auch reichen, hat aber das Bambuser-Logo eingeblendet. Und auch das ist wichtig: Der Support der Schweden ist erste Klasse!

Wirecast auf dem Laptop
Als Software-Lösung bieten sich die kostenlose Open Broadcaster Software (OBS) oder Adobe Encrypt an oder das Programm wirecast aus dem Hause Telestream. Wir benutzten wirecast. Größter Vorteil sind sehr gute Inserts und mehrere Kameras. Dazu gleich mehr.

Als Rechner wählten wir ein HP ZBook 15 G2 mit Windows 8, Intel Core i7 (2,5 GHz), 16GB und 1TB SSD. Die CPU-Last sollte trotzdem bis 80% gehen! Sehr luxuriös aber sehr gut erwies sich die Box Blackmagic UltraStudio Express über Thunderbolt angesteuert. Sie verarbeitet sämtliche Kamerasignale und lässt auch Audio-Einspeisungen über Chinch oder XLR zu. Der Saalton kann problemlos eingebunden werden. Und wer noch einen kleinen Mischer davor schaltet, kann sogar den Ton verbessern. Für die Soft- und Hardware haben wir gute Erfahrungen mit Picturetools aus Hamburg gemacht.

Kameras
Hier wird es spannend. Denn das System wird etwas divenhaft. Eine Profi-HD-Kamera mit HDMI-Ausgang haben wir uns über den sehr preisgünstigen Verleih INDYCINE besorgt. Zusätzlich sorgten zwei Logitech C920 (nur über USB 3.0! Achtung, wirecast unterstützt nicht alle Webcams!) für Bilder vom Podium und aus dem Plenum. Problem: Der USB 3.0 Bus ist sehr schnell beleidigt und bringt das System manchmal zum Absturz. Bewährt hat sich folgenden Reihenfolge: 1. Rechner ein, 2. UltraStudio ansteuern, 3. Kamera anschalten, 4. dann erst HDMI-Verbindung einstecken, 5. Signal in der richtigen (Da ist Probieren angesagt) Einstellung liefern lassen, 6. wirecast hochfahren, 7. HDMI-Signal finden lassen, und dann erst 8. die USB-Kameras einstecken. Funzt! Andere Reihenfolgen haben bei uns keinen Erfolg gebracht.

Herausforderungen
Soll mit einer beweglichen Kamera gefilmt werden, braucht es einen extra Kameramann. Die Bildmischung und vor allem das Schreiben und Onlinestellen der richtigen Inserts ist ein FullTimeJob. Für die Synodaltagung war es hilfreich, möglichst viele Inserttexte anhand der Tagesordnung vorzubereiten und in einem Google-Drive abzulegen. So war auch bei Aussprachen meist das richtige eingeblendet.
Auch zu bedenken ist die Wechselwirkung von Veranstaltung und Stream. Die Übertragung im Internet ist zwar grundsätzlich genauso Öffentlichkeit wie Zuschauer auf der Besuchertribüne. Aber dann doch irgendwie anders.

Kosten
Die Anschaffungskosten für die Technik sind nicht ohne, machen sich aber bezahlt. Teuerster Posten waren die Leihgebühren für die HD-Kamerra, die aber mit ihrer guten Optik sehr gute Bilder lieferte und außerhalb der Übertragungszeiten für Reportagen verwendet werden konnte.

Fragen? Gerne per Mail an mich.

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